Wordle ist ein gratis online Programm, mit dem man sehr einfach schöne Wortwolken erstellen kann. Wie funktioniert das Ganze?
Auf der Homepage "Create" anklicken oder diesen Link folgen. Sie haben die Möglichkeit, selber einen Text einzutippen oder einen kopierten Text einzufügen. Dann einfach auf "submit" klicken, sich kurz gedulden und schon ist die Wortwolke da. So sieht eine Wortwolke dieses Blogbeitrags aus.
Sie wollen wissen, um was es in einem bestimmten Blog geht, haben aber keine Lust, alles durchzulesen. Geben sie die URL der Webseite ein, wieder auf "submit" klicken, kurz gedulden und da ist die Wortwolke – in der die wichtigsten Wörter auf einen Blick wiederzuerkennen sind. So sieht eine Wortwolke dieses Blogs aus.
Die Wörter werden in der Wolke nämlich nach Häufigkeit gestaffelt. Das Wort, das am meisten vorkommt, ist am größten. Ist man mit dem Ergebnis nicht zufrieden, kann man sich über "randomize" ein neue Wortwolke machen lassen, oder man macht dies von Hand über "Layout" und "Font".
Schließlich kann man das Ergebnis ausdrucken oder in der Gallerie veröffentlichen. Leider ist es nicht möglich, das Ergebnis als Bild abzuspeichern. Lösung dazu: man macht ein Foto vom Bildschirm – in Windows 7 ist "Snipping Tool" dafür perfekt.
Wozu das Ganze? Wortwolken sind in Blogs sehr beliebt, um anzuzeigen, welche Themen oft vorkommen.
Ein Beispiel aus der aktuellen Politik zeigt die Berliner Morgenpost. Da wurde Guttenbergs Rücktrittsrede als Wortwolke dargestellt und man sah sofort, dass Guttenberg die Wörter "Verantwortung" und "Soldaten" am meisten nutzte. Zum Artikel geht es hier.
Mit einer Wortwolke kann man auch Gedichte und Lieder mal anders darstellen.
Eines meiner Lieblingslieder: David Bowie – Ashes to ashes
Eines meiner Lieblingsgedichte: Goethe – Erlkönig
Wie kann Wordle in der Schule eingesetzt werden?
Man kann die Wörter eingeben, die in einem Diktat falsch geschrieben wurden. Das ist sicher eine andere Art, den Schülern die Wörter schmackhaft zu machen.
Man kann eine Wortwolke nutzen, um ein neues Thema einzuführen oder ein altes Thema zu wiederholen. Meine Studenten mussten sich am Anfang vom Semester mit dieser Wortwolke auseinandersetzen und wiederholten so die Werte und Fähigkeiten, die Sozialarbeiter brauchen.
Es gibt sicher noch mehr Möglichkeiten, Wortwolken gezielt im Unterricht einzusetzen. Der Phantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt. Kevin Cummins hat auch noch einige Ideen (auf Englisch).
Der Entwickler, Jonathan Feinberg hat an die Lehrerschaft bloß eine Bitte: Wordle nicht als Hausaufgabe aufzugeben. Er hat eine Mail von einer Mutter bekommen, die mit dem Programm nicht zurecht kam. Ihre Tochter sollte als Hausaufgabe aus einem Text eine Wortwolke erstellen. Statt beim Lehrer zu schimpfen, ist sie Freinberg böse und fragt ihn, wie er ein so doofes und schlechtes Programm entwickeln konnte. Den Originaltext (Englisch) gibt es hier.
Also, ran an die Wortwolken, aber bitte nicht als Hausaufgabe!

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